Copyright-lobby wants to ban illegal Downloads on OS-Level

Die Betriebssysteme selbst sollen künftig Piraterie verhindern, meint die Urheberlobby.
Die Betriebssysteme selbst sollen künftig Piraterie verhindern, meint die Urheberlobby. (Bild: Priit Tammets/Flickr.com/CC-BY 2.0)

Zusätzlich zu Internetsperren könnten auch große Betriebssystemhersteller wie Microsoft, Apple und Google illegale Downloads verhindern. Diese könnten sogar zu diesem Verhalten gesetzlich gezwungen werden, heißt es in einem Bericht der Film- und Fernsehindustrie.

Die beiden Schweizer Nichtregierungsorganisationen Black Market Watch und die Global Initiative Against Transnational Organized Crime haben im Auftrag der schwedischen Film- und Fernsehindustrie in einem Bericht (PDF) Maßnahmen gegen illegales Filesharing und Streaming vorgeschlagen. Darunter findet sich auch die Möglichkeit zur Blockade der mutmaßlich illegalen Handlungen von Nutzern durch das eingesetzte Betriebssystem.


Der Bericht, auf den das Blog Torrentfreak.com zuerst hingewiesen hat, geht damit deutlich über die bisher geforderten und teils auch umgesetzten Maßnahmen hinaus, die von den Rechteinhabern und -verwaltern immer wieder ins Gespräch gebracht werden wie etwa Netzsperren durch die Provider oder das Beschlagnahmen von Domains.

Zentrale Position gegen Piraterie

Dem Maßnahmenkatalog zufolge hätten “die Hersteller der wichtigsten Betriebssysteme für Computer und mobile Geräte wie Apple, Google und Microsoft” ein großes Potenzial, um die Piraterie einzugrenzen. Die Nutzungsbedingungen von Windows 10 etwa enthalten bereits eine Klausel, die die Möglichkeit vorsehe, das Ausführen illegal kopierter Spiele zu verhindern.

Darüber hinaus sollten die Hersteller dazu ermutigt oder gar gesetzlich gezwungen werden, Downloads illegal kopierter Inhalte zu blockieren. Zudem sei das Land Schweden zwar sehr klein und wenig einflussreich, es könne aber beispielsweise durch die EU und oder andere internationale Organisationen auf derartige Änderungen hinwirken. Ähnliches gelte für die Rechteverwalter und deren internationale Industrievereinigungen.

Angaben zu konkreten technischen Maßnahmen, wie eine Blockade durch die Betriebssysteme umgesetzt werden könnte und wie etwa legale von illegalen Downloads unterschieden werden könnten, finden sich nicht in dem Bericht.

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